Ein ganzer Tag in Paris.

Meine Mama hat mir einen Tag in Paris geschenkt. Früher haben wir das oft gemacht. Ein Wochenende in Paris oder eben einen Tag in Paris. Mama kennt die Weltstadt Paris in- und auswendig und all die schönen, sehenswerten Ecken. Zudem spricht sie sehr gut Französisch. Bei einem gemeinsamen Mittagessen im Februar haben wir beschlossen, endlich wieder dorthin zufahren. Gesagt getan. Wir haben drei Tickets für den Thalis gebucht. Wenn man rechtzeitig bucht, sind diese wirklich bezahlbar. Morgens ganz früh hin und abends zurück. In ca drei bis vier Stunden ist man schon da.

Weil Paris die schönste Stadt der Welt ist und es dort so wunderschöne Ecken gibt, haben wir noch Jean-Michel Lannier, einen tollen Fotografen und Freund der Familie, mitgenommen,um schöne Fotos in tollen Outfits in der Modestadt aufzunehmen. Er ist Franzose und hat sich total auf den Tag in seiner Heimat gefreut. Jean-Michel und ich nehmen seit einiger Zeit einmal die Woche Fotos und Streetstyle Bilder für Instagram auf. Möglichst immer mit neuen Styles sind wir mittlerweile ein sehr eingespieltes Team und manchmal auch wie ein altes Ehepaar. Jean-Michel wird nach jedem Shooting von mir terrorisiert, weil ich es nie abwarten kann, die ersten Bilder zu bekommen.

Manchmal ist es gar nicht einfach neue Ideen oder gute Locations für neue Fotos zu finden. Die kurze Reise nach Paris kam somit super gelegen.

Der Thalis ging um halb sieben in der Früh. Das bedeutet fünf Uhr aufstehen. Ich musste den Tag vorher noch bis abends in meinem Kollektionsverkauf arbeiten und bin auch noch ausgegangen. Nach dem Motto, bloß nichts verpassen. Somit habe ich morgens beim Aufstehen erstmal geflucht, weil ich so müde war. Mama und ich sind dann mit dem Taxi zum Hauptbahnhof gefahren. Ich habe mir möglichst gemütliche Klamotten angezogen. Mama war, wie so oft, cool gestylt. Es sollte relativ kalt werden und ich hatte eine ganze Reisetasche dabei, mit schönen Sachen für die Fotos. Zusammen mit Jean-Michel, den wir am Bahnhof getroffen haben, sind wir dann in den Thalis gestiegen.

Das Schöne am Zug fahren ist, man kann es sich gemütlich machen. Nicht auf den Verkehr achten, Zeitung lesen oder im Internet surfen. Ich habe einfach unter meinen Mantel geschlafen, Mama und Jean Michel haben geplaudert. Um ungefähr zehn Uhr sind wir am Gare du Nord angekommen. Schon alleine der Hauptbahnhof ist so toll, so anders, so französisch einfach.

Mama hat so einige Rituale, wenn sie ihren Paris Tag macht. Dem sind wir erstmal bedingungslos und gerne gefolgt. Als Erstes gab es einen Espresso im „Les Deux Magots“. Das ist ein berühmtes Pariser Café und Lokal im Bezirk St.Germain-des-Paris am Boulevard. Ich habe noch schnell ein leckeres Petits Dejeuner, ein „Omelette au jambon“ zur Stärkung zu mir genommen, und dabei die typisch französischen Gäste beobachtet.
Voll bepackt ging es dann erstmal zu Kenzo, wo Mama sich gerne mal was kauft und die Mitarbeiter schon gut kennt. Ich habe das Geschäft eher als Umkleide genutzt, für mein erstes Outfit von Zara und Mytho Accessoires.

Direkt auf der Rue de Rennes haben Jean-Michel und ich dann ein paar Fotos gemacht, während Mama im Laden war. Das Drumherum und das die Leute gucken, ist mir mittlerweile ziemlich egal. Das kriege ich gar nicht mehr mit. Allerdings fluche ich oft, wenn mir kalt ist. Und das war es mir! Aber wie schon erwähnt, Jean-Michel und ich sind ganz flott und wir haben direkt was im „Kasten“. Schnell wieder in die bequemen, warmen Klamotten und Mama mit ein paar Tüten mehr, sind wir dann weiter zum kleinen Geheimtipp in Paris. In den sogenannten French Pharmacies/Parashops schlägt jedes Beauty-Shopping Herz höher! In der Pharmacie du Four Bonaparte, wo Mama immer einkauft, gibt es alle namhaften Kosmetikprodukte zu viel, viel günstigeren Preisen. Von Biotherm, La Roche- Posay, Rexaline, Lancome, M2 Lashes, Shiseido,SkinCeuticals und vielem mehr findet man dort nahezu jede hochwertige Firma, die es zum Beispiel auch bei Douglas gibt. Und nicht nur das. Uns in Deutschland unbekannte, französische Produkte machen einen Einkauf dort unabdingbar. Auf Vorrat bis zum nächsten Paris Besuch haben wir z.B eine super aufhellende und geniale Zahnpasta von „Pierre Fabre Oral Care“ mitgenommen. Ich finde die viel besser, als alle deutschen Produkte, die ich kenne. Genauso, wie in der Apotheke selbst hergestellte Peelings mit sanfter Mixtur. Allerdings muss man damit rechnen, dass es in dieser Pharmacy super voll ist und die Kasse einer Kinokasse gleicht. Wer die tollen, günstigen Produkte ergattern will, muss also etwas geduldig sein.

 

Bobbi Brown

Nachdem wir alles Nötige in der Apotheke gefunden haben, sind wir weiter geschlendert. Mama wollte unbedingt bei Prada reinschauen, ich war schon mit Zara ganz zufrieden und habe mir einen sommerlichen Mantel gekauft,
der direkt zu den nächsten Outfits passte. Da wir schon ein wenig müde waren bzw müde aussahen, kam uns spontan die Idee zu Bobbi Brown zu gehen.

Kauft man dort ein Produkt, bekommt man ein gratis Make-Up dazu. Ich bin sowieso nicht das größte Talent in Sachen Haare/Make-Up. Ich habe einen ganz, ganz tollen Rouge in toller Verpackung gefunden aus der Bobbi Brown Havana Brights Spring 2017 Make-up Collection.

Nach dem Besuch bei Bobbi Brown war uns die Müdigkeit dann etwas weniger anzusehen!

Schon vorab hatten wir in dem französischen Traditionsrestaurant Brasserie Bofinger reserviert. Diese sehenswerte Lokalität ist sehr beliebt. Mein leider verstorbener Großvater hat damals dort seinen 80. Geburtstag gefeiert, woran ich mich allerdings kaum erinnern kann. Das Essen war grandios. Die netten, französischen Tischnachbarn haben mir ein Ladekabel für mein mittlerweile leer gewordenes Iphone geliehen, nachdem ich etwas verzweifelt und natürlich ohne Erfolg den Kellern „Avez-vous one Akkuladegrät?“ gefragt habe. Auch hier sieht man, so genial das Medium Instagram auch ist, man ist oft mehr darin versunken als man präsent an so einem Tag und dem Geschehen teilnimmt.

Von dort aus sind wir zu Fuß weiter zu dem wunderschönen, bekannten Platz „Place des Vosges“ gelaufen. Mama konnte sich ein wenig auf einer der schönen Bänke ausruhen, während ich in ein weiteres Outfit geschlüpft bin und wir dort, wie so viele bekannte Instagramer und Blogger, Aufnahmen gemacht haben. Diese sind wirklich gelungen. Jean-Michel ist dann kurz los, um Freunden „Bonjour“ zu sagen und Mama und ich haben noch einen Drink genommen, in einem der schönen Cafés am Place des Vosges.

Unsere nächsten  Sehenswürdigkeiten in Paris haben wir dann mit dem Taxi angefahren. Es ging zur bekannten Brücke Pont Alexandre Trois, zum Place du Trocadéro und dem Eifelturm und letztlich zum  Viertel Monmatre und der schönen Kirche Sacre-Coeur. Ich war froh, dass ich meine volle Reisetasche erstmal nicht mehr tragen musste.

Dafür habe ich mich im Taxi umziehen müssen, was auch nicht gerade leicht ist. Es war super kalt draußen. Wir haben einfach immer kurz angehalten mit dem Taxi,schnell ein paar Fotos gemacht und weiter ging es. Eigentlich bekloppt, was man für einen Blog und Instagram alles so auf sich nimmt, dachte ich und denke ich im Übrigen oft.

Aber als wir dann alle Outfits durch hatten und alle Locations, war ich sehr froh. Mama hatte als „behind the scene“ Paparazzi super Spaß, und Jean- Michel in seinem Heimatland sowieso!

Montmartre

 

 

 

 

 

 

 

Mit dem Taxi ging es dann auch leider schon direkt wieder zum Gare Du Nord. So ein Tag verfliegt im Nu. Im Thalis gab es wieder etwas zu essen und wir konnten uns die ersten Fotos ansehen und an unseren neuen Beauty Produkten schnuppern.

Einen Tag in Paris kann etwas Besonderes und dennoch so Einfaches sein. Ticket buchen, mit Freundinnen oder Partner, und los …. Mal eben aus dem Alltag ausbrechen und in wenigen Stunden in dir schönsten Stadt der Welt sein.

Danke an meine Mom für den tollen Tag und danke an Jean-Michel für die tolle Begleitung und die tollen Erinnerungen!

Paris, mon Amour!

Ein ganzer Tag in Paris!

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